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Gerade im Bereich der Lexik finden sich zahlreiche Beispiele für die Verwendung von Wörtern, die üblicherweise als "gesprochensprachlich" bezeichnet werden - dies aber durchaus in syntaktisch elaborierten Kontexten.
Charakteristisch ist auch die Mischung unterschiedlicher syntaktischer Stile innerhalb von Nachrichten, so dass sich elaborierte und aggregative Sequenzen bisweilen recht unvermittelt abwechseln. Für die traditionelle Schriftverwendung eher untypisch ist auch der sporadische Einsatz von jargonhaften Ausdrücken ("heiße Kiste").
Die Verwendung von sog. "passe-partout-Wörtern" und Ausdrücken mit lexikalischer Unschärfe ist ebenfalls typisch für die gesprochene Sprache. Beim Gebrauch in der E-Mail-Kommunikation ist jedoch zu beachten, dass die Referenzierung eindeutig bleibt (die nicht "parasprachlich" gewährleistet werden kann). Auch hierbei ist typisch, dass die Verwendung solcher lexikalischer Einheiten in ansonsten syntaktisch und lexikalisch durchaus elaborierten Kontexten erfolgt.
Ungewohnt und daher parodistisch erscheint in der E-Mail-Kommunikation aber auch ein explizit literarisch-lyrischer Stil ...
Sprachliche Angemessenheit betrifft auch unterschiedliche Grade sprachlicher Distanz. Der Einsatz von Medien kann hier zu Fehleinschätzungen der Kommunikationssituation führen. Das gezeigte Beispiel zeigt eine Nachricht, die ein neuer Mitarbeiter (auf Aushilfsbasis) an die gesamte Firmenbelegschaft, inkl. Geschäftsführung, versandt hat.
Die Verwendung eines "Telegrammstils" dient hier (individual-)stilistischen Zwecken, da produktionsspezifische Gründe hier entweder nicht anwendbar sind (keine Kosten pro Wort wie im Telegramm) oder nicht zutreffen, da die Nachricht trotz der Ellipsen noch vergleichsweise elaboriert ist.